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Geschichte

Blekinge war über mehrere hunderte von Jahren Grenzregion zwischen Dänemark und Schweden. Die Landschaft war oft Schauplatz von heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden ehemaligen Erzfeinden. Städte und Bauernhöfe wurden sowohl von dänischen als auch schwedischen Soldaten geplündert und niedergebrannt. Beim Friedensvertrag von Roskilde 1658 wurde Blekinge dann schließlich Schweden zugesprochen.

Als Teil der „Schwedisierung", aber auch aus handels- und militärstrategischen Gründen, wurden die Städte Karlskrona und Karlshamn gegründet.

Karl XI errichtete Karlskrona als Zentrum für die schwedische Marine mitten in der damaligen Ostseeherrschaft. Karlskrona als Residenzstadt in Blekinge liegt nach wie vor zentral an der Ostsee und hat ihre strategische Lage bewahrt.

Karlshamn hat sich als Stadt der Kaufleute profiliert, mit Verbindungen zu anderen Handelszentren zu Land und zur See. Die Stadt hat auch ihre ursprüngliche Bedeutung als Hafenstadt bewahrt und hat heute eine der größten Tiefenhäfen Schwedens.

Ronneby ist Blekinges älteste Stadt. Die Stadt wird bereits im 13. Jahrhundert erwähnt. Die wirkliche Blütezeit begann, als die Kuranlage Ronneby Brunn Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Sie ist heute eine der größten und modernsten Hotell- und Konferenzanlagen Europas.

Auch Sölvesborg hat ihren Ursprung im Mittelalter. Die Stadt erlebte als Zentrum eines Gebiets mit vielen Kornbrennereien einen Aufschwung Mitte des 19 Jahrhunderts. Heute dominiert die Landwirtschaft, Fisch- und Pelzindustrie.

Olofström ist Blekinges einzige Inlandskommune. Die Gemeinde selbst ist relativ jung und entstand um ein Eisenwerk herum, das 1735 gegründet wurde. Das Eisenwerk bildet den Grund für Blekinges größtes Unternehmen, nämlich Volvo Personvagnar AB, Karosskomponenter.

Die Bewohner von Blekinge lebten lange von dem, was der Boden, die Wälder, das Meer und nicht zuletzt die vielen Steinbrüche hergaben. Die Industrialisierung ging anfangs nur schleppend voran. Aber in den 60er Jahren erfolgte ein Wirtschaftsboom in der Region. Mehrere der großen Industrieunternehmen expandierten. Arbeitskräfte wurden vornehmlich aus der Landwirtschaft und der Angelindustrie angeworben, aber auch viele Gastarbeiter folgten dem Ruf nach Arbeitskräften, und siedelten sich vor allem in Olofström an.

Die Industrie setzte ihre Expansion fort und es waren vor allem die bereits großen Unternehmen, die immer größer wurden. In den 70er Jahren konnte Blekinge dann als ausgeprägte Industrieregion bezeichnet werden.

Världsarvet Örlogsstaden Karlskrona